Stimmungsvolles 9 zu 7 – Erster Saisonsieg
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- Hauptkategorie: Spielberichte
- Erstellt: Sonntag, 20. November 2011 14:28
- Zuletzt aktualisiert: Montag, 09. Juli 2012 23:02
- Veröffentlicht: Dienstag, 30. November 1999 00:00
- Geschrieben von Philipp Fehring
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TTV Dresden I gegen SV Horken Kittlitz, Ergebnis: 9 zu 7 (Heim)
Mit kompletter Besetzung empfingen wir am vergangenem Samstag die Gäste vom SV Horken Kittlitz. Der Aufsteiger ist mit zwei Siegen über Pulsnitz und Großnaundorf, sowie einem Unentschieden gegen Görlitz gut in die Saison gestartet. Zudem besitzen sie mit Bogdan Szandala (13:1) und Thomas Drachsler (11:3) das beste obere PK der Liga.
Komplettiert wird das Team durch Wagner, Donath, den erst elfjährigen Johann Koschmieder und Jacob.
Los ging es mit den Doppeln und es setzte sofort die ersten Paukenschläge. Hünich/Rowold schenkten gegen das gegnerische 2er Doppel eine 2:0 Führung noch ab und verloren das gesamte Spiel. Doch die noch sieglose Kombination Uhlemann/Fehring spielte erstmals befreit auf und bereitete dem Spitzendoppel Szandala/Koschmieder ihre zweite Saisonniederlage. Im 3er Doppel war anschließend nichts zu holen für den TTV. (1:2)
Durch einen glatten 3 zu 0 Erfolg von Hünich über Drachsler konnten wir Anschluss halten. Die Nummer 1 des TTV konnte seinen Kontrahenten geschickt außer Gefecht setzen und glänzte immer wieder mit grandiosen Rückhand-Topspins. Rowold hatte nun die schwere Aufgabe, sich dem besten Spieler der Liga zu stellen. Er hatte seine Chance im zweiten Durchgang, welcher äußerst knapp mit 11:13 verloren ging. Ansonsten spielte er ordentlich mit, aber konnte dem Kittlitzer nichts entgegensetzen, da dieser die Topspins von Rowold knallhart parallel einparkte.
In der Mitte folgten wie erhofft zwei Siege, wobei Uhlemanns Dreisatzsieg genauso umkämpft war, wie das 14:12 von Lehmann gegen Wagner im 5. Durchgang. Uhlemann spielte routiniert wie immer und mit einer Ruhe wie wir sie von ihm kennen. Alexander Lehmann tat sich sichtlich schwer, doch der Kampfgeist reichte zum Sieg.
Im unteren Drittel gab es eine Punkteteilung, Feige tat sich gegen Jacob schwer, welcher mit seinen Rückhand-Konter-Rallyes meist der Gewinner war. Fehring hatte zunächst noch Probleme gegen den talentierten Koschmieder, konnte aber mit guten Aufschlagvariationen und konsequenten Topspins das Spiel in drei Sätzen für sich entscheiden. Doch wehe die Ballwechsel wurden länger, denn da konnte Johann Koschmieder seine ganze Klasse zeigen. (5:4)
Unseren kleinen Vorsprung mussten wir erst einmal wieder an die Gäste abgeben. Hünich konnte zwar immer wieder seine Rückhandpeitsche gegen Szandala auspacken, aber blieb letztlich chancenlos. Der Pole hatte immer die bessere Antwort und zeigte zu was er im Stande ist. Rowold konnte auch gegen Drachsler mithalten, doch dieser steigerte sich und es reichte wieder nicht zu einem Sieg. Unerklärlich, wenn man sieht was der Flo jedes Wochenende für ein mitreisendes Tischtennis spielt.
Nun waren wieder zwei Punkte im mittleren PK möglich und Uhlemann legte auch gleich vor. In einem zu jeder Zeit engen Match behielt unsere Nummer 3 stets die Ruhe und sicherte uns den Anschluss, welchen Lehmann beinahe wieder verspielt hätte. Doch nachdem er in den ersten beiden Sätzen keinen Stich sah, spielte es wie ausgewechselt, drehte auf und feuerte eine Vorhandrakete nach der anderen ab und ließ seinem Gegner keine Chance mehr. So kennen wir dich und so brauchen wir dich. (7:6)
An dieser Stelle sollte auch das tolle Publikum erwähnt werden, welches mit 20 Leuten für eine Gänsehautatmospähre sorgte. Einfach spitze, so muss das sein.
Nun zur entscheidenden Phase, mit zwei Siegen wäre sogar der vorzeitige Sieg möglich gewesen. Doch das große Talent Johann Koschmieder machte uns zunächst einen Strich durch die Rechnung, da er in drei eng umkämpften Sätzen die Oberhand über Jan Feige behielt. Das letzte Einzel des Abends sollte nun richtungsweisend werden und sah zunächst nicht gut aus. Den ersten Satz musste Fehring an Jacob abgeben und wusste nicht, wie er den Rückhandduellen entweichen sollte. Doch konzentriert, motiviert und mit der tollen Stimmung im Rücken wurden Netzroller und Rückstände gemeistert und die Partie gedreht. Das Unentschieden war gesichert (8:7), doch damit wollten wir uns an diesem Abend nicht begnügen.
Die beiden Einser-Doppel Hünich/Rowold und Szandala/Koschmieder trafen nun aufeinander und nach gewonnenem ersten Satz und verlorenem zweiten Satz hagelte es im Dritten ein 6:11. Die Gäste wurden immer sicherer und stärker und erspielten sich zwei Matchbälle. Doch angetrieben von dem Publikum konnte die Glücksfee gerufen werden. Da muss man echt von Massel oder Bayerndusel sprechen, was wir da hatten.
Auf geht’s in den letzten Durchgang, die Spannung war fühlbar und soeben hat die 4. Herren vorgemacht, wie man im Entscheidungsdoppel den fünften Satz und letztendlich das Spiel gewinnt. Hünich/Rowold ließen sich nicht lumpen und angeheizt von den mitfiebernden Fans konnte der letzte Satz, das letzte Spiel und das gesamte Match gewonnen werden und die Begeisterung, sowie Erleichterung über den ersten Saisonsieg war grenzenlos.
Erwähnenswert ist noch das Satzverhältnis von 30:31 bei einem 9:7 Sieg
Die Mannschaft würde sich sehr freuen, wenn zum letzten Hinrundenspiel am 3.12. um 15 Uhr gegen Wilsdruff eine genauso tolle Unterstützung anwesend wäre und für den trockenen Gaumen sollte auch das entsprechende Mittel bereitstehen.
Punkteverteilung: Hünich(1,5), Rowold(0,5), Uhlemann(2,5), Lehmann(2,0), Feige(0), Fehring(2,5)



